Netzwerk Weiterbildung im Gespräch mit der Politik

Das Netzwerk Weiterbildung in der StädteRegion Aachen mit seinen 15 Mitgliedern lud Politikerinnen des Landtages zu einer Gesprächsrunde, rund um die Themenfelder Chancengleichheit, gesellschaftliche Teilhabe, Integration und Familie in die Bischöfliche Akademie ein. Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik und Sprecherin des Netzwerkes moderierte die lebendige Diskussionsrunde mit ihrem Kollegen Andreas Blasliemke aus der vhs Eschweiler, sie stellten zu Beginn die typische Teilnehmerin vor, an Hand der sehr bildhaft die Probleme und Bedarfe der Einrichtungen deutlich gemacht werden konnten.

Am Beispiel der Bildungskette stellte Dr. Beate Blüggel, vhs Aachen, eindrücklich dar wieviel Bildung nach der Schule und formalen Ausbildung im Leben eines Menschen stattfindet. So startete der Austausch mit dem Projekt ?Jugend und Partizipation?, angesiedelt in Nell Breuning Haus in Herzogenrath. Die Verantwortlichen stellten eindrucksvoll vor, wie es hier gelingt Jugendliche für mehr Beteiligung in Politik und Gesellschaft zu gewinnen. Dieses Projekt richtet sich besonders an junge Menschen mit Fluchthintergrund, die ihren Platz in unserer Gesellschaft suchen.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Bildungsberatung, die für alle Einrichtungen trägerübergreifend von Bedeutung ist, um Menschen passgenau in ihren Bildungsplanungen zu beraten. Hier ist ein Steuerungsbedarf von Seiten des Landes erforderlich, um die unterschiedlichen Angebote vor Ort sinnvoll und trägerübergreifend zu koordinieren. Wolfgang Königs (CDU Rat der Stadt Aachen) und Eva-Maria Küppers (SP MdL) freuten sich über die Einladung und die Gesprächsbereitschaft der Netzwerker, die eine wichtige Grundlage für ihrer Planungen in Stadt und Land darstellten.

Die finanzielle Ausstattung der Einrichtungen und die Anpassung der Zuschüsse, nahmen in der Diskussion mit der Politik einen großen Raum ein. Gudrun Zentis, Weiterbildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, sagte zu dass, die Kürzungen der Landeszuschüsse der Einrichtungen auf den Stand von 2000 zurückgenommen werden und darüber hinaus eine dynamische Anpassung an die gestiegenen Kosten besonders im Personalbereich vorgenommen werden sollen. Besonders wurde von den EinrichtungsvertreterInnen auf die prekäre Situation der vielen Honorarkräfte hingewiesen, die die Arbeit der Weiterbildungseinrichtungen tragen und für die Qualität ihrer Angebote sorgen.

Karin Schmitt-Promny (Die Grünen MdL)versprach den Einrichtungen in der nächsten Legislaturperiode eine solide Basisfinanzierung, jenseits der vorherrschenden Projektitis sicherzustellen, um die wertvolle Arbeit der Weiterbildungseinrichtungen in der Region nachhaltig zu sichern.

Karl Schultheis (SPD MdL) regte einen städteregionalen runden Tisch zum Bereich digitaler Wandel vor, um die Ausstattung und das Know-how in den Einrichtungen in diesem Bereich auszubauen.

Die beteiligten PolitikerInnen und Einrichtungsleitungen waren sich einig, dass dieses Gespräch eine gute Grundlage ist, um nach der Wahl über die strukturellen Veränderungen in Weiterbildungsgesetz weiter ins Gespräch zu kommen, um die Ausstattung der Weiterbildung in der Region zu verbessern.

Fotos: Alexandra Laba

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