Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

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Am 10.12.1948 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte beschlossen „alsdas von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal“. Das im darauffolgenden Jahr verabschiedete Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland nimmt die wesentlichen Regeln dieser Erklärung auf und Kernpunkte wurden in die Europäische Menschenrechtskonvention übernommen. Wie weit ist man nach über 70 Jahren auf dem Weg zum "gemeinsamen Ideal" gekommen? Amnesty International hat eine Fotoausstellung zusammengestellt, in der einige zentrale Punkte der Menschenrechtserklärung dargestellt, einige beispielgebende Ereignisse seither - Rückschläge und Erfolge - dokumentiert und Menschen vorgestellt werden, die für sich und andere ihre Menschenrechte mutig eingefordert haben.
Die Ausstellung ist vom 10. November - 30. November 2021 im Rathaus Eschweiler - Eingangsbereich zu sehen.
Am Mittwoch, 10.11. findet um 16.30 Uhr die Ausstellungseröffnung statt.

fast ausgebucht Die Geschichte der Pfalzgrafen

( ab Mo., 6.9., 18.30 Uhr )

Im 10. Jh. war das ostfränkische Königreich nach Stämmen gegliedert, an deren Spitze Herzöge standen: Franken/Lothringen, Sachsen, Bayern und Schwaben. Neben den Herzögen amtierten die Pfalzgrafen, die für die Hofhaltung und Rechtsprechung an den Pfalzen (Königsresidenzen) zuständig waren. Wegen der Bedeutung Aachens als Krönungsort hatten die hier zuständigen Pfalzgrafen von Lothringen eine besondere Stellung. Die bedeutenden lothringischen Pfalzgrafen des Hochmittelalters entstammten dem Hause der Ezzonen (Gründer der Abtei Brauweiler). Während die übrigen Pfalzgrafschaften im Laufe der Zeit eingingen überlebte die lothringische, wobei sich ihr Schwerpunkt an den Mittelrhein verlagerte. Sie wurde nun „Pfalzgrafschaft bei Rhein“ genannt. Ab 1214 war dieses wichtige Amt in den Händen der Wittelsbacher, die obendrein auch noch zu Kurfürsten aufstiegen (Kurpfalz). Dabei blieb es bis zum Ende des alten Reiches. Im Namen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz lebt die alte pfalzgräfliche Tradition weiter und der „Jäger aus Kurpfalz“ ist immer noch ein beliebtes Volkslied.
Im westlichen Kulturkreis gilt seit geraumer Zeit der schlanke, sportliche Körper als erstrebenswertes Ideal, so zu sein ist geradezu zum Diktat geworden z.T. mit extremen Folgen wie Magersucht oder der Diskriminierung von Dicken. Dafür gibt es eine einfache und einleuchtende Erklärung: Im Gegensatz zu früheren Zeiten und anderen Regionen leben die Menschen dieser Kultur im Überfluss, (fast) jeder hat mehr als genug zum Leben, Übergewicht als Zivilisationskrankheit ist die Folge. Dick sein heißt dann maßlos, träge, undiszipliniert sein - es wird zum Stigma. In Gesellschaften, in denen Hunger zum Alltag gehört, ist Leibesfülle ein Zeichen von Macht, Reichtum, Fruchtbarkeit - also erstrebenswert.
So überzeugend das zunächst erscheint: so einfach ist es nicht. Unser Verhältnis zum Körper wird von viel mehr Faktoren geprägt als nur der Verfügbarkeit von Lebensmitteln. Sie wird vielmehr auch bestimmt von der Einstellung intellektueller Führungsschichten (auch religiöse), die in diese oder jene Richtung manipulierend wirken.
Das Jahr 2019 wurde Alexander von Humboldt gewidmet. Dieser lebte 1769 bis 1859 und wird von Andrea Wulf der Entdecker der Natur genannt. Die von ihm damals angelegten Sammlungen von Pflanzen, die er auf seinen Weltreisen von dem heutigen Süden der USA bis nach Südamerika und nach Russland bis an die mongolische Grenze gesammelt hat, legen zu einer Zeit Zeugnis von einer Natur ab, wie sie sich schon da-mals über die ganze Welt verbreitet hatte. Wir leben in einer Zeit, in der seine Kenntnisse wieder in großem Ausmaß an Bedeutung gewonnen haben. Es kann uns nicht unberührt lassen, dass wir Menschen rücksichts-los mit der Natur umgehen. Denn wir sind selbst Teil der Natur und verletzten uns damit selbst. Der Vortrag wird im Wesentlichen die Reisen von Alexander von Humboldt nachzeichnen. Diese sind mit denen im 19. Jahrhundert zu Verfügung stehenden Möglichkeiten der Schifffahrt, der Reise mit Kutsche und Pferd und auf Schusters Rappen nicht zu vergleichen mit heute. Doch gerade die Beschwerlichkeit des Reisens eröff-nete Alexander von Humboldt auch einen Blick auf die Natur, wie er uns heute oftmals fehlt und wir ihn wieder lernen sollten.“

noch einige freie Plätze Isabella von Bayern

( Do., 18.11., 19.30 Uhr )

1385 heiratete der französische König Karl VI die fünfzehnjährige Elisabeth von Bayern-Ingolstadt, die nach der Hochzeit den Namen Isabella annahm. Obwohl die Eheschließung, wie damals in Herrscherhäusern üblich, politisch motiviert war, entwickelte sich das Zusammenleben des jungen Paares zunächst durchaus positiv. Doch schon 1392 brach bei Karl eine Geisteskrankheit aus, die in immer kürzer werdenden Abständen auftretenden Anfälle machten ihn regierungsunfähig, die politisch noch unerfahrene Isabella musste große Verantwortung übernehmen. Erschwert wurde die Lage noch dadurch, dass sich Frankreich damals im Krieg mit England befand (100jähriger Krieg). Beim Versuch diesen Konflikt friedlich beizulegen ist Isabella gescheitert, nicht zuletzt weil sie in einer von Männern dominierten Gesellschaft als Frau und Ausländerin größtenteils Ablehnung erfuhr. Die von ihren Gegnern verbreitete giftige Propaganda führte zu einem entstellten Image, das erst durch neuere Forschung korrigiert werden konnte.
In jüngster Zeit gab es keine großflächigen Grabungen, sondern eine Vielzahl kleiner Einblicke in den Boden, denen wir Stück für Stück teils überraschende Informationen zur Aachener Geschichte entlocken. So sehen wir Aachen plötzlich als Ort einer umfangreichen Eisenproduktion zwischen Antike und Mittelalter. Ein bislang unberücksichtigter Standortfaktor der Pfalz? Römische Straßen tauchen an unvermuteten Stellen auf und bleiben dort, wo sie erwartet werden, verschwunden. Beim Gallorömischen Heiligtum Varnenum, bei Aachen-Kornelimünster gelegen, kennen wir durch Zufall jetzt einen Friedhof. Und schließlich werden auch beim Reinigen der zahlreichen "Routinefunde" doch noch Highlights gefunden.
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