Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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19.12.2019 13:37
Kategorie: Allgemeines

Rückblick und ein verzauberter Blick in die Zukunft

Das Jahr geht zu Ende. „Für die Volkshochschule ist dies Anlass, das vergangene Jubiläumsjahr abschließend zu reflektieren“, berichtete der stellvertretende vhs-Leiter Andreas Balsliemke im Rahmen des Kulturausschusses im November 2019:


Impression von der Ausstellungseröffnung

Das Jahr geht zu Ende. „Für die Volkshochschule ist dies Anlass, das vergangene Jubiläumsjahr abschließend zu reflektieren“, berichtete der stellvertretende vhs-Leiter Andreas Balsliemke im Rahmen des Kulturausschusses im November 2019: Dass die vhs Eschweiler 2019 einhundert Jahre alt geworden sei, sei nun am Jahresende hinlänglich bekannt. 

Weniger bekannt sei, dass die Volkshochschule im Juli zum dritten Mal erfolgreich nach ISO 9001 rezertifiziert worden ist. Ebenfalls wurde in den Sommerferien, wenig bemerkt von der Öffentlichkeit, der Umzug eines Teilbereichs der vhs von der Karlstraße in die Eichendorffstraße realisiert. Schließlich sei im Oktober der neue Fitnessraum für die Volkshochschule an der Don-Bosco-Schule in Betrieb genommen worden. Damit wurde ein jahrelanges Provisorium nach der Schließung entsprechender Räumlichkeiten im alten Schulpavillion in der Karlstraße im Herbst 2014 beendet. Überhaupt habe das vhs-Team in diesem Jahr viel geleistet, teils bis zu den Grenzen des Machbaren.

Das Ausmaß der öffentlichen Aufmerksamkeit für das Jubiläum habe das vhs-Team durchaus überrascht und erfreut, berichtete Balsliemke weiter. Zwar war man sich bei der Jahresplanung im Herbst 2018 schnell einig, nicht nur einen Festakt für politische Prominenz und Würdenträger ausrichten zu wollen. Ob die Jubiläumsaktivitäten aber auf Resonanz treffen würde, war nicht klar.

„Exemplarisch wurde der Publikumserfolg an der Aktion ‚Stadtgesichter‘“, berichtet vhs-Leiterin Silvia Hannemann: Die erdachte Aktion sollte sich zunächst nur an bekannte ‚Gesichter der Stadt‘ richten: Aufgabe war es, den Satz ‚vhs Eschweiler bedeutet für mich ...‘ zu Ende zu führen. „Die Befürchtung war groß, dass man den Menschen Worte in den Mund hätte legen müssen“, erzählt Hannemann. Tatsächlich kam es anders: Kaum hatten die ersten Kursleitenden von der Aktion erfahren, schon hagelte es förmlich Beiträge. Zu den ersten, die sich beteiligten, gehörten funktionale Analphabetinnen: „Man kann an den Beiträgen erkennen: Die Volkshochschule bedeutet ihnen viel“, freut sich der Leiter dieses Fachbereichs Andreas Balsliemke. Noch lange nicht alle Wortbeiträge sind mittlerweile erfasst und publiziert, aber ein erheblicher Teil kann als ‚Twitterwall‘ bei https://walls.io/tbut5 nachgelesen werden.

Überhaupt wurde das Fest eine ganz eigene Mischung von Altem und Neuem, von Analogem und Digitalem. Vieles ist mittlerweile im digitalen Jahrbuch unter https://padlet.com/vhs_eschweiler/100 sowie in einigen Kurzfilmen dokumentiert. Das Motto war „100 Jahre Wissen teilen“, aber es hätte auch „Zurück in die Zukunft“ heißen können.

Viel Beachtung fand der Aqua-Flashmob – eine Idee von Teilnehmenden – am 15. Mai: Über 70 ehemalige und aktuelle Kursteilnehmer*innen und Kursleitende aus den Aqua-Jogging-Kursen der vergangenen 30 Jahre ‚fluteten‘ das Hallenbad an der Jahnstraße: Sie und die übrigen Gäste wurden durch vhs-Leiterin Silvia Hannemann – im Badedress – begrüßt. Hannemann berichtete kurzweilig aus der Geschichte der Volkshochschule. Martina Gruppe, Margarita Lapushner und Dr. Jürgen Kozel führten anschließend durch ein buntes Trainingsprogramm. Wenig später entstand der erste Kurzfilm des Jubiläums https://vhs.link/Flashmob sowie einige Interviews, die im neuen Youtoube-Kanal der Volkshochschule zu sehen sind: https://vhs.link/vhseschyoutube

Nur vier Tage später fand dann die große Jubiläumsfeier im Rathaus statt. Mit 250 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Bildung, ehemaligen und aktuellen Kursleitenden sowie Stammkunden wurde das Bestehen der Volkshochschule u.a. durch den Direktor des Deutschen Volkshochschulverbandes Ulrich Aengenvoort und Bürgermeister Rudi Bertram gewürdigt. Beide hoben die Bedeutung der Bildung und der Volkshochschule für das demokratische Gemeinwesen heraus. „Volkshochschulen sind die Kinder der Demokratie und Kinder verteidigen ihre Eltern“, formulierte Aengenvoort. Das Programm mit einem Rückblick und einem Blick in die Zukunft der Volkshochschule, abwechslungsreich gestaltet durch den „Digitalmagier“ Andreas Axmann wird dem vhs-Team und dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben. Zwei Kurzfilme zur Feier bleiben der Nachwelt erhalten. Bereits publiziert ist der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Hz4H67WW-h0.

Zwei Tage danach fand als Spezialveranstaltung des Fachbereichs Sprachen im Rahmen des Sprachenforums die Veranstaltung „Erzählkunst und Sprache“ ein Gastspiel mit der Künstlerin Antonella Simonetti statt. Die Presse berichtete umfangreich. 

Nach der Sommerpause folgten weitere Höhepunkte. Das Stadtfest am 1.9. nutzten vor allem die Fachbereiche Gesundheitsbildung und die Tanzabteilung der kulturellen Bildung, um auf sich aufmerksam zu machen. „Unser besonderer Dank gilt für diesen Tag den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und den Kursleitenden, die Aufführungen für das Bühnenprogramm eingeübt haben“, erläutert der Leiter dieses Fachbereichs Andreas Balsliemke. Ein buntes kulturelles Rahmenprogramm aus modernem Bauchtanz und Chanson erinnerte an die Atmosphäre der 20er Jahre. Besonders das Duo Ludique! begeisterte mit Travestie. Ihre Lieder aus der bzw. im Stil der Weimarer Zeit berührte das Publikum sichtlich. Zwischen 12 und 18 Uhr war ständig eine Menschentraube beim Schnupperzelt in der Grabenstraße. Hier bestand die Gelegenheit, in Kursinhalte zu schnuppern. Die Artisten traten hier am Nachmittag sozusagen „unplugged“ erneut auf – ein vhs-Programm zum Anfassen und Mitmachen, ermöglicht nicht zuletzt durch die Sponsoren: die Sparkasse, die EWV – Energie- und WasserVersorgung GmbH, die Raiffeisen-Bank und dem Eschweiler Talbahnhof.

Der Abschluss der Sonderveranstaltungen fand im Oktober im Talbahnhof mit einer Ausstellung des Programmbereiches „Kulturelle Bildung“ statt. Teilnehmenden aus den Kursen Zeichnen, Malen, Patchwork und Fotografie und den Künstlern bzw. den Kursleiter*innen präsentierten zu den Themen „Eyjafjallajökull“, „Alles außer Klamotten“, „Naturansichten Serigraphien“ und „Wasserwelten“ beeindruckende Werke. Während der Ausstellungseröffnung erinnerte die vhs-Leiterin an die Weimarer Verfassung, in der erstmals Volksbildung als staatliche Aufgabe festgeschrieben wurde. „Ziel der Bildungsarbeit war seinerzeit“, so erläuterte Hannemann, „für alle einen Zugang zu schaffen, zu Wissenschaft, Kultur und politische Bildung. Die Kultur stand also schon 1919 an oberster Stelle.“ Schon in den 20er Jahren gab es in der Volkshochschule in Eschweiler Veranstaltungen über „die Betrachtung von Kunstwerken und der modernen Malerei“. 

Mit dem Beginn der zwanziger Jahre des 21.Jahrhundert startet die Volkshochschule Eschweiler in ihr zweites Jahrhundert. Das neue Programm steht bereits online unter www.vhs-eschweiler.de zum Stöbern und für Anmeldungen bereit. Am 8. Januar wird es mit der Filmpost in alle Haushalte verteilt. Viele Schnupperkurse sind für die letzte Januarwoche geplant. Das neue Semester startet im Februar. In den Weihnachtsferien vom 23.12.2019 bis 05.01.2020 ist die vhs geschlossen.



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